Presse - Nahwärme Gössenheim e.G.

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GÖSSENHEIM

Nahwärme-Genossenschaft: Auf Anhieb 94 Mitglieder
„Das war ein toller Erfolg", urteilte Bürgermeister Theo Gärtner in der letzten Gemeinderatssitzung über die Gründung der Nahwärme-Genossenschaft, bei der bereits 94 Gössenheimer auf Anhieb der neuen Genossenschaft zur Versorgung mit Nahwärme beigetreten sind. Auch die Gemeinde ist Genossenschaftsmitglied. Für sie käme eine Versorgung mit Nahwärme für die Gebäude des Bauhofs, Bürgerhaus mit Feuerwehrgerätehaus, Grundschule und langfristig auch die Zehntscheune in Frage. Um nicht für jede einzelne Maßnahme die Zustimmung des Gemeinderates einholen zu müssen, erteilte das Gremium Bürgermeister Gärtner eine Handlungsvollmacht für die gemeindlichen Gebäude.


Quelle: Mainpost vom 24.06.2012

 
 
 
 

GÖSSENHEIM
Genossenschaft für Nahwärme gegründet
Bis 15. Juli können Interessierte noch Mitglied werden


Energiezukunft ist da: Bürgermeister Theo Gärtner
trug sich als erster in die Mitgliederliste
der „Nahwärme Gössenheim“ ein. Foto: Hausmann


In Gössenheim hat am Wochenende die Energiezukunft begonnen. Gleich 94 Mitglieder gründeten am Freitagabend in der Sporthalle des FC Gössenheim die „Nahwärme Gössenheim e. G.“, die in einigen Jahren die Versorgung eines Großteils des Ortes mit Wärme und, je nach technischen Möglichkeiten, auch mit Strom übernehmen will. Noch bis zum 15. Juli können sich weitere Interessenten in die Liste der Genossenschaft eintragen.
Ein „ökologisch und ökonomisch gutes Konzept“, liegt nach den Worten von Max Riedl vom Genossenschaftsverband Bayern für das Zukunftsprojekt vor. „Ihr macht heute genau das Richtige“, rief er den rund 130 Besuchern zu. Denn mit der Gründung der Nahwärmegesellschaft setzten die Gössenheimer einen vorläufigen Schlusspunkt unter die Vorbereitungen zum Nahwärmekonzept, das nun in die planerische Phase sowie die Umsetzungsphase geht und am Ende jährlich 900 Tonnen weniger CO2 in die Atmosphäre geben wird.

Überwältigt vom Erfolg
„Es ist einfach nur verrückt“, zeigte sich Karsten Heeschen in der Versammlung überrascht und erfreut darüber, dass seine Vision einen derartigen Erfolg verbuchen konnte. Als Leiter des „Arbeitskreises Energie“ im Rahmen des Konzepts zur Dorfentwicklung hat Heeschen die Energiewende in Gössenheim maßgeblich vorbereitet. Der Versammlung zeigte er die künftigen Schritte auf, die nach der Gründung auf die Mitglieder zukommen. „Es wird keiner arm dabei“, versprach er denen, die entweder gleich nach dem Ausbau des Nahwärmenetzes anschließen wollen oder, weil ihre Hausheizungsanlagen noch in einem guten Zustand sind, erst später ihre Energie aus dem Netz beziehen wollen. „Wichtig ist, von Beginn an mit im Boot zu sitzen“, so Heeschen.
„Zwischen 12 000 und 15 000 Euro“ muss die neue Genossenschaft in ein Planungskonzept investieren. Ein geeignetes Architekturbüro wird nun die genauen Daten, wie den Wärmebedarf, die Erfordernisse des Leitungsnetzes und auch den günstigsten Energieträger ermitteln. Dabei soll herauskommen, ob eine Hackschnitzelanlage oder ein Blockheizkraftwerk die geeignete Technik darstellt. „Da sind alle Wege offen“, meinte Heeschen. Festgestellt werden auch die voraussichtlichen Kosten des Projekts, die vor einiger Zeit einmal bei 1,9 Millionen Euro bei 97 Hausanschlüssen lagen. Über den jeweiligen Stand der Maßnahme, die schon im kommenden Jahr mit dem Ausbau des Abwassernetzes und der Wiederherstellung der Bundesstraße 27 begonnen werden, sollen die Mitglieder regelmäßig in Versammlungen informiert werden.

Heeschen Vorstandsvorsitzender
Diese Aufgabe fällt dem jetzt sechsköpfigen Vorstand der Genossenschaft und den sieben Aufsichtsratsmitgliedern zu, die allesamt in der Versammlung gewählt wurden. Zum Vorstandsvorsitzenden bestimmten die Genossenschaftsmitglieder Karsten Heeschen. Er wird unterstützt von Jürgen Höfling, Dieter Oberleiter, Klaus Schreier, Herbert Vogt und Frank Dupuis. Dem Aufsichtsrat steht Dietmar Gössl als Vorsitzender vor. Weitere Mitglieder sind Bürgermeister Theo Gärtner für die Gemeinde Gössenheim, Jürgen Wetterich, Klaus Neumann, Gerhard Feser und Reinhold Rüger, der auch stellvertretender Vorsitzender ist. Den Genossenschaftsanteil je Mitglied legte die Versammlung auf 300 Euro fest.

Quelle Mainpost vom 18.06.2012

 
 
 
 
 

GÖSSENHEIM
2010 und 2011 Überschuss erwirtschaftet
Rechnungsprüfung belegt gute Haushaltsdisziplin des Gemeinderats in Gössenheim


„Die Rechnungen wurden ordnungsgemäß verbucht. Es wurden keine Ungereimtheiten gefunden“, sagte Klaus Schäfer, der Vorsitzende im Rechnungsprüfungsausschuss zu den Prüfungen für 2010 und 2011. „Vom Verwaltungshaushalt haben wir 438 416 Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt und die Gemeinde Gössenheim hat im Jahr 2010 einen Gewinn in Höhe von 731 267 Euro verbucht. Im Jahr 2011 haben wir dem Vermögenshaushalt 340 038 Euro zugeführt und der Überschuss betrug 938 922 Euro.“ Mit diesen positiven Ergebnissen unterstrich der Rechnungsprüfungsausschuss die Haushaltsdisziplin, mit der Bürgermeister, Gemeinderat und die Verwaltung in den vergangenen Jahren gearbeitet hatten.

Lediglich einige Anmerkungen hatte der Ausschuss in der Gemeinderatssitzung vorzubringen. Die Gemeinde Gössenheim ist bei der Fertigung einer Machbarkeitsstudie zum Thema Nahwärmeversorgung in Vorleistung getreten. Für das Nahwärmenetz Gössenheim habe die Kommune 2011 eine Abschlagsrechnung von 4760 Euro zu zahlen. Da mittlerweile die Nahwärmegenossenschaft gegründet sei, solle diese die Zahlung übernehmen, schlug Schäfer vor. „Übernimmt die Gemeinde die Kosten, wird indirekt jeder Bürger belastet. Zahlt die Genossenschaft, sind nur die Mitglieder der Genossenschaft, also die Teilnehmer Nahwärme betroffen, was aus unserer Sicht richtig wäre“, begründete er seinen Vorschlag.

Über dieses Thema wollen Gemeinderat und Vorstand der Genossenschaft in den kommenden Wochen beraten, denn es kommen weitere Kosten. Im vergangenen Jahr sei der Restbetrag von 6836 Euro überwiesen worden, sagte Schäfer. Auch diese Kosten sollte die Nahwärmegenossenschaft tragen.


hn

Quelle  Main-Post vom  24.01.2013

 
 
 
 
 

Am Bürgerhaus nagt die Zeit
Gemeinderat Gössenheim

Der „Zahn der Zeit“ hat nach den Worten von Bürgermeister Theo Gärtner am Innenleben des Bürgerhauses genagt. So weisen Tür und Wände starke Gebrauchsspuren aus 25 Jahren intensiver Nutzung auf. Reparaturen lohnen sich jedoch nur bedingt, so Theo Gärtner in der Sitzung. Während Setzungsrisse in den Wänden repariert werden können und ein neuer Anstrich vorgesehen sind, wäre eine Reparatur der Türen zu aufwändig. Sie müssen demnächst durch neue ersetzt werden.


Nicht mehr in unmittelbarer Nähe zum gemeindlichen Bauhof, sondern neben den Firmen Systec und dem Sägewerk Försch soll das Herzstück der Nahwärmeversorgung der Gemeinde Gössenheim errichtet werden. Ein Holzstromvergaser wird für die nötige Energie sorgen, die dann ins Netz eingespeist wird. „Hören und riechen tut man nichts“, informierte Karsten Heeschen von der „Nahwärme-Gössenheim“ den Gemeinderat.

Ende März wird die Genossenschaft ins Genossenschaftsregister eingetragen. Mit Beginn der Kanalbaumaßnahmen in der Hauptstraße sollen dann auch die Versorgungsleitungen verlegt werden. Aktuell sind etwa 130 Haushalte an einem Anschluss interessiert.


Wird die Kreisumlage wie vorgesehen gesenkt, rechnet die Gemeinde Gössenheim mit 463 686 Euro, die sie an den Kreishaushalt überweisen muss. Im vergangenen Jahr waren es noch 535 981 Euro, informierte Bürgermeister Theo Gärtner.

Der Schützenverein und der Gartenbauverein Höllrich können, wie geplant, das traditionelle Homburgfest am Pfingstmontag ausrichten. nach dem Gemeinderat Karsbach stimmten nun auch die Ratsmitglieder aus Gössenheim der Anfrage zu. Im jährlichen Wechsel richten Vereine aus den Eigentümergemeinden Karsbach und Gössenheim das traditionelle Fest aus.

hn


Quelle Main-Post vom 03.03.2013

 
 
 
 
 

Lob für Dorferneuerung
Arbeitskreise mit Eifer bei der Sache


Bürgermeister Theo Gärtner lobte in der Bürgerversammlung die Fortschritte bei der Dorferneuerung: „Die vier Arbeitskreise legten einen Arbeitseifer und eine Schnelligkeit vor, mit der nicht einmal das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Unterfranken gerechnet hatte.“ Deren Arbeit habe dem Gemeinderat „viel Arbeit abgenommen und Zeit gespart“.

Erstmals im September 2008 hat die Gemeinde Gössenheim das Staatliche Bauamt auf den schlechten baulichen Zustand der Ortsdurchfahrt Bundesstraße 27 hingewiesen. Erste Berechnungen konnten den Gössenheimern bereits in der Bürgerversammlung im März 2009 vorgestellt werden.

Demnach wollte die Gemeinde die Gelegenheit nutzen und „Nägel mit Köpfen“ machen, statt nur etwas Kosmetik zu betreiben. Damit war die eigentliche Geburtsstunde der Idee zur Dorferneuerung gekommen, so Bürgermeister Gärtner. Im Mai 2010 wurde der schriftliche Antrag zur Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm gestellt, fünf Monate später traf sich der aus vier Unterarbeitskreisen bestehende Arbeitskreis Dorferneuerung zum ersten Mal.

Eines der Kernstücke im Rahmen der Dorferneuerung ist das große Projekt der Nahwärmeversorgung in Gössenheim. Mit der Gründung der „Nahwärme-Genossenschaft Gössenheim“ am 15. Juni 2012 war nach den Worten von Gärtner ein wichtiger Meilenstein erreicht: „Ab hier war die Gemeinde von der Verwirklichung dieses Projektes entbunden, da die neu gewählte Vorstandschaft und der Aufsichtsrat eigenständig arbeiteten.“ Die Gemeinde ist allerdings Mitglied der Genossenschaft und hat auch ihren Sitz im Aufsichtsrat.

hn

Quelle Main-Post vom 21.04.2013

 
 
 
 
 

Bebauungsplan für Nahwärmezentrale
Gemeinderat Gössenheim tagt am Donnerstag in der Zehntscheune

Der Gemeinderat trifft sich am Donnerstag, 28. November, um 19 Uhr im Sitzungssaal der Zehntscheune. Auf der Tagesordnung der Ratssitzung stehen folgende Themen:

• Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Nahwärmezentrale, Am Hügelein“ – Vorstellung der Planunterlagen, Durchführungsvertrag zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Nahwärmezentrale, Am Hügelein“.

• Öffentlich rechtlicher Vertrag zwischen der Gemeinde Gössenheim und dem Landratsamt Main-Spessart/Untere Naturschutzbehörde über Ersatzmaßnahmen im südöstlichen Bereich der Oberen Eichenau als Wiedergutmachung der unterlassenen öffentlichen Grünanlagen – Beschlussfassung zum aktualisierten Vertragstext.

• Nachträgliche Beschlussfassung zur Finanzierungszusage der Dachreparatur am Kindergarten Gössenheim, Sachkostenzuschuss für das Kindergartenjahr 2012/2013.

• Antrag auf Verlegen des Start- und Landeplatzes für Modellflugzeuge von der Gemarkung Adelsberg nach Gössenheim auf das Grundstück Fl.Nr. 652 (nördlich Ringelbachwald), Konzeptvorstellung durch Patrick Hagedorn und gegebenenfalls Beschlussfassung.

• Informationen zu Einwohnerzahlen und Straßenanschluss für das Heizkraftwerk für Nahwärme.

Gundel Herbert


Quelle Main-Post vom 25.11.2013

 
 
 
 
 

Gössenheim hat erste Hürde für Nahwärme genommen
Die zweite Runde beginnt

Zügig nähert sich die Gemeinde Gössenheim dem Ziel einer eigenen Nahwärmeversorgung.

Mit der Behandlung des ersten Anhörungsberichts der Träger öffentlicher Belange zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan nahm der Gemeinderat die nächste Hürde. „Jetzt geht's in die zweite Runde, damit wir bald Baurecht schaffen können“, erklärte Architekt Armin Kraus dem Gemeinderat in der Sitzung am Donnerstagabend.
Wenig Einwände erhoben

Kaum Einwände, dafür viel Lob von den verschiedenen Behörden für das Gesamtvorhaben, bestimmten die Stellungnahmen zu den vorgelegten Plänen. Von einem „guten Rücklauf und sehr viel positiver Resonanz“, sprach Landschaftsarchitektin Susanne Siebenlist. In der Hauptsache redaktionelle Änderungen mussten in den vorgelegten Planunterlagen vorgenommen werden. Dass die begleitenden Grünordnungspläne ständig an Bedeutung gewinnen, machte die Untere Naturschutzbehörde deutlich. So muss die Umsetzung der Naturschutzmaßnahmen künftig dem Amt schon nach einem Jahr schriftlich angezeigt werden.
Satzung abgesegnet

Wer künftig Ehrenbürger in der Gemeinde Gössenheim werden soll, oder nach wem Straßen, Plätze oder öffentliche Gebäude benannt werden, das regelt nun eine Satzung. Diese beschloss der Gemeinderat am Donnerstagabend einstimmig.

Demnach kann auch Ehrenbürger werden, „wer zeitlebens seinen Wohnsitz nicht in der Gemeinde hatte, aber dessen Herzblut an der Gemeinde gehangen hat und der viel Gutes getan hat“, fasste Bürgermeister Theo Gärtner die neue Grundlage für die Verleihung der Ehrenbürgerwürde in Gössenheim zusammen. „Auf jeden Fall entscheidet der Gemeinderat darüber“, sagte der Bürgermeister.

Herbert Hausmann

Quelle Main-Post vom 07.02.2014


 
 
 
 
 

Eichenau wird zunächst nicht angeschlossen
Hauptversammlung der Genossenschaft Nahwärme Gössenheim: In den nächsten 18 Monaten kommen 220 Objekte ans Netz

Die Nahwärme Gössenheim hatte am Freitag zur Generalversammlung eingeladen. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Reinhold Rüger durfte 129 Mitglieder begrüßen.

Der Vorsitzende Karsten Heeschen erklärte im Tätigkeitsbericht, dass 220 Objekte nach einer Priorisierungsliste in den nächsten 18 Monaten an das Nahwärmenetz angeschlossen werden sollen, wobei 180 Objekte sofort angeschlossen werden und 40 Objekte einen Anschluss bis an die Grundstücksgrenze erhalten. Die Gesamtplanung wurde an das Büro für Heizoptimierung Arno Nüsslein in Kitzingen vergeben, die Tiefbauplanung erhielt das Ingenieurbüro Breitenbach in Partenstein, den Hochbau plant Architekt Winfried Spahn aus Rieneck, der Planer für den Bebauungsplan ist das Architekturbüro Armin Kraus in Gemünden, wie die Genossenschaft mitteilt.

Verantwortlich für das Bundes-Immissionsschutzgesetz-Verfahren ist die Firma Terra-Tec aus Michelau. Für die Grünordnungsplanung, den Umweltbericht, sowie das wasserschutzrechtliche Verfahren wurde die Firma Land & Plan aus Wartmannsroth beauftragt. Diese Entscheidungen fielen in enger Absprache mit der Gemeinde, damit Synergieeffekte aus den Planungen der Dorferneuerung und der B27-Sanierung gezogen werden können.

Steffen Wetterich erläuterte im Jahresabschluss die Bilanz und wies darauf hin, dass es 2014 weit mehr Aktivitäten geben werde. Die Generalversammlung stimmte über die Feststellung des Jahresabschlusses, Feststellung der Deckung des Fehlbetrages und über die Entlastung der Vorstandschaft und des Aufsichtsrates ab. Beide Organe wurden in getrennter Abstimmung einstimmig entlastet.

Karsten Heeschen berichtete über das weitere Vorgehen der Genossenschaft. Noch im März wird mit dem Tiefbau durch die ortsansässige Firma Grümbel begonnen, den Rohrleitungsbau führt die Firma Helmar aus. Die Arbeiten werden sich etwa 18 Monate hinziehen. Nach einer Wirtschaftlichkeitsprüfung und intensiven Gesprächen mit Spezialisten wird der Ortsteil Eichenau zunächst nicht angeschlossen. Nach Lösungen wird derzeit gesucht. Vorgesehen ist eine abermalige Beitrittskampagne, um noch weitere Mitglieder in der Eichenau zu werben und mit mehr Hausanschlüssen eine bessere Wirtschaftlichkeit zu erzielen.

Der Beginn des Hochbaus wird sich noch etwas verzögern. Mit dem Baubeginn wird im Mai oder Juni diesen Jahres gerechnet. Die wichtigsten Aufgaben des Vorstandes werden in nächster Zeit, die Mitarbeitergewinnung zur Betreibung der Anlage, der Abschluss der Wärmelieferverträge für die Objekte und die Ausschreibungen für den Hochbau und der Technik sein.

Redaktion Süd

Quelle Main-Post vom 26.03.2014

 
 
 
 
 

Nahwärme: Planung in Rekordzeit abgeschlossen
Nahwärmeversorgung für Gössenheim

Das Nahwärmezeitalter rückt in Gössenheim immer näher. „Wir sind am Ende unseres Aufstellungsverfahrens für den Bebauungsplan“, hob Architekt Armin Kraus in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates diesen bedeutenden Abschnitt hervor. Nach der zweiten Anhörung der Träger öffentlicher Belange kann nun der „Vorhabenbezogene Bebauungsplan Nahwärmezentrale Am Hügelein“ in der kommenden Woche öffentlich ausgelegt werden.

„Vorausgesetzt es gibt keine großartigen Wirrungen mehr“, meinte Kraus mehr scherzhaft zu dem Planungs- und Vertragswerk, das eine neue Zukunft in Gössenheim einleitet. Besonders stolz war der Architekt darauf, dass die Planungen und Abstimmungen mit den Behörden nahezu in Rekordzeit abgeschlossen werden konnten. In der Sitzung vom 28. November 2013 befassten sich die Mitglieder des Gemeinderates zum ersten Mal mit den Einwendungen der Träger öffentlicher Belange.
Gemeinsames Werk

Dass die Aufstellungsleistung ein Gemeinschaftswerk war, darauf verwies Bürgermeister Theo Gärtner. Dafür dankte er den Ratsmitgliedern sowie dem Architekten, der Landschaftsarchitektin Susanne Siebenlist und Bauamtsleiter Johannes Schmelz von der Verwaltungsgemeinschaft Gemünden. In enger Abstimmung haben sie die Hauptarbeit des Verfahrens geleistet. Jetzt gilt es die Feinplanungen hinsichtlich der Bundesimmisionsschutzverordnung (BImSchV) auszuarbeiten sowie das wasserrechtliche Verfahren einzuleiten.

Zufrieden zeigte sich in der Ratssitzung auch Karsten Heeschen, der Vorsitzende der Nahwärme Gössenheim. Er unterzeichnete gleich nach der Abstimmung den Durchführungsvertrag mit der Gemeinde und hofft nun auf einen baldigen Start bei den Bauarbeiten.

„Die Gemeinde ist der Nutznießer und natürlich auch die Bürger“, so fasste Bürgermeister Theo Gärtner die Vorteile eines Beitritts der Gemeinde LAG Wein, Wald, Wasser e.V. zusammen. Einstimmig hatte sich der Gemeinderat für einen Beitritt zu der Entwicklungsgemeinschaft ausgesprochen. Damit erhält die Kommune einen höheren Zuschuss zu den Maßnahmen zur Dorferneuerung. Jetzt geht es darum ein Konzept zu entwickeln, „das muss in einem Jahr stehen“, sagte Gärtner.

Zeit aufholen will die Gemeinde bei der Breitbandversorgung. „Da ist es leider schon fünf nach zwölf“, erläuterte Gärtner den Gemeinderäten. Will man den Anschluss an das Glasfaserzeitalter nicht verpassen, muss der Gemeinderat schnell handeln. Aus diesem Grund soll in der nächsten Gemeinderatssitzung ein Fachmann der Breitbandberatung Bayern eingehend dazu befragt werden. Im Zuge der Kanalbaumaßnahmen und der Erneuerung der Ortsdurchfahrt Bundesstraße 27 möchte die Gemeinde Leerrohre und Kabel einziehen lassen, damit jeder Gössenheimer Haushalt eine Anschlussmöglichkeit hat.

Herbert Hausmann

Quelle Main-Post vom 04.04.2014

 
 
 
 
 

Erster Schritt zur Unabhängigkeit

Spatenstich der Heizzentrale der Genossenschaft Nahwärme Gössenheim

An die Arbeit, Männer! Den ersten symbolischen Spatenstich für den Bau der neuen Heizzentrale der Nahwärme Gössenheim leisteten am vergangenen Freitag  Bürgermeister Theo Gärtner, Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Gössl, Vorstandsvorsitzender Karsten Heeschen, Pfarrer Norbert Thoma, Landrat Thomas Schiebel, Landtagsabgeordneter Thorsten Schwab und Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann.


In Gössenheim hat ein neues Zeitalter Fahrt aufgenommen. Am Freitagnachmittag erfolgte der erste Spatenstich für das Betriebsgebäude
der Nahwärme Gössenheim e. G. Damit ist die Möglichkeit, den Ort weitgehend autark mit Wärme und später auch einmal mit Strom zu versorgen, ein entscheidendes Stück näher gerückt. „Das Projekt ist etwas Besonderes“, lobte Landrat Thomas Schiebel den Mut der Initiatoren.

„Ihr seid alle echte Pioniere“, rief Gössenheims Bürgermeister Theo Gärtner den Initiatoren des Projekts beim Spatenstich zu. Er bescheinigte ihnen „viel Herzblut für unser ländliches Gemeinwohl“. Davon, dass den Motoren die Verwirklichung in den Schoß gefallen ist, konnte nach Gärtners Worten nicht die Rede sein. Vielmehr war es ein hartes Stück Arbeit.

„Wie fing alles an?“, skizzierte Theo Gärtner noch einmal die wichtigsten Stationen. Der baufällige Zustand der Hauptstraße im Jahr 2008 und die teilweise zu engen Abwasserkanäle waren der eigentliche Schlüssel auf dem Weg zur Nahwärme.

Als die Zusage zur Erweiterung der Kanäle in der Hauptstraße vorlag, war es Ratsmitglied Steffen Wetterich, der im März 2010 in einer Gemeinderatssitzung die Idee äußerte, offene Gräben mit Rohrleitungen zu versehen, die Teil einer örtlichen Heizungsanlage – ähnlich wie in Binsfeld – werden könnten. „Seine Idee war die eigentliche Geburtsstunde der Nahwärmeversorgung für Gössenheim“, berichtete Gärtner.

Ein eigens gegründeter Arbeitskreis Energie im Rahmen der Dorferneuerung nahm seine Arbeit auf und ließ sich auch von Franz-Josef Sauer aus Binsfeld beraten. Weiterer Meilenstein zum Erfolg war die Gründung einer Genossenschaft zur Nahwärmeerzeugung am 15. Juni 2012. Ein erster Rückschlag folgte im Dezember 2012, als plötzlich mit Aufsichtsratsmitglied Jürgen Wetterich einer der Motoren des Projektes verstarb.

„Mit dem Baubeginn unserer Heizzentrale haben wir den größten Brocken bewältigt und schauen hoffnungsvoll in die Zukunft“, meinte Bürgermeister Gärtner. „Alle sehnen sich danach, dass die Nahwärme endlich in unseren Häusern ankommt.“ Besonders dankte er dem Vorstandsvorsitzenden Karsten Heeschen, Vorstandsmitglied Klaus Schreier, dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Gössl und Prokurist Steffen Wetterich für deren unermüdlichen Einsatz.


In Gössenheim hat sich die Dorfgemeinschaft entschlossen, die Zukunft selber in die Hand zu nehmen und die Energiewende einzuleiten“
Vorstandsvorsitzender Karsten Heeschen


Für Heeschen liegt der Erfolg an der großen Zustimmung in der Bevölkerung. „In Gössenheim hat sich die Dorfgemeinschaft entschlossen, die Zukunft selber in die Hand zu nehmen und die Energiewende vor Ort einzuleiten.“ 207 Mitglieder hat die Genossenschaft. Die Versorgung mit Nahwärme soll aber nur ein erster Schritt sein. „Wir machen mit Wärme den Anfang, aber ich bin sicher, dass diese Genossenschaft die Zukunft im Ort in vielerlei Hinsicht beeinflussen wird. Sei es als Stromlieferant, Anbieter von Terra Preta (Schwarzer Erde), Betreiber eines Fuhrparks von Elektroautos für Mitglieder und vieles mehr.“

Mit der Umsetzung des Projekts Energieversorgung in Gössenheim kommt auch der Landkreis seinem Ziel, sich bis zum Jahr 2035 autark mit Energie zu versorgen, einen großen Schritt voran, betonte Landrat Schiebel. „Sie leisten einen großen Beitrag für die Umwelt und die Dorfgemeinschaft.“ Er lobte das ehrenamtliche Engagement und den starken Rückhalt in der Bevölkerung.

„Sie verwirklichen mit der Energiewende vor Ort das, womit die große Politik ihre Schwierigkeiten hat, weil eben die Gemeinschaft fehlt“, meinte Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann. Lieber wird über den Verlauf von Stromtrassen und andere Projekten gestritten, als einvernehmlich nach Lösungen zu suchen. Auch Landtagsabgeordneter Thorsten Schwab pries die Gemeinschaft und gute Zusammenarbeit von Genossenschaft, Gemeinde, den Planern und dem Landratsamt als genehmigende Behörde.

Pfarrer Norbert Thoma, der die Baustelle für die künftige Heizzentrale segnete, bezeichnete die gesamte Maßnahme als „ökologisch sinnvolles, intelligentes und zukunftsweisendes Projekt“. Mundartdichter Robert Ammersbach betrachtete die Maßnahme und auch den Werdegang der Genossenschaft der „Gössemer Nah-Würmer“ in Versform und nannte sein amüsantes Gedicht ein „schönes Gschmarr“. Der Musikverein Gössenheim untermalte die Spatenstichfeier musikalisch.

Herbert Hausmann

Quelle Mainpost vom 03.08.2014

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