1. Spatenstich - Nahwärme Gössenheim e.G.

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1. Spatenstich

Bilder Baufortschritt
 
 
 
 
 

An die Arbeit, Männer !

Den ersten symbolischen Spatenstich für den Bau der neuen Heizzentrale der Nahwärme Gössenheim leisteten am 1.August 2014  Bürgermeister Theo Gärtner, Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Gössl, Vorstandsvorsitzender Karsten Heeschen, Pfarrer Norbert Thoma, Landrat Thomas Schiebel, Landtagsabgeordneter Thorsten Schwab und Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann.


 
 
 
 
 
 

In Gössenheim hat ein neues Zeitalter Fahrt aufgenommen. Am 1. August 2014 erfolgte der erste Spatenstich für das Betriebsgebäude
der Nahwärme Gössenheim e. G. Damit ist die Möglichkeit, den Ort weitgehend autark mit Wärme und später auch einmal mit Strom zu versorgen, ein entscheidendes Stück näher gerückt. „Das Projekt ist etwas Besonderes", lobte Landrat Thomas Schiebel den Mut der Initiatoren.

„Ihr seid alle echte Pioniere", rief Gössenheims Bürgermeister Theo Gärtner den Initiatoren des Projekts beim Spatenstich zu. Er bescheinigte ihnen „viel Herzblut für unser ländliches Gemeinwohl". Davon, dass den Motoren die Verwirklichung in den Schoß gefallen ist, konnte nach Gärtners Worten nicht die Rede sein. Vielmehr war es ein hartes Stück Arbeit.

„Wie fing alles an?", skizzierte Theo Gärtner noch einmal die wichtigsten Stationen. Der baufällige Zustand der Hauptstraße im Jahr 2008 und die teilweise zu engen Abwasserkanäle waren der eigentliche Schlüssel auf dem Weg zur Nahwärme.

Als die Zusage zur Erweiterung der Kanäle in der Hauptstraße vorlag, war es Ratsmitglied Steffen Wetterich, der im März 2010 in einer Gemeinderatssitzung die Idee äußerte, offene Gräben mit Rohrleitungen zu versehen, die Teil einer örtlichen Heizungsanlage – ähnlich wie in Binsfeld – werden könnten. „Seine Idee war die eigentliche Geburtsstunde der Nahwärmeversorgung für Gössenheim", berichtete Gärtner.

Ein eigens gegründeter Arbeitskreis Energie im Rahmen der Dorferneuerung nahm seine Arbeit auf und ließ sich auch von Franz-Josef Sauer aus Binsfeld beraten. Weiterer Meilenstein zum Erfolg war die Gründung einer Genossenschaft zur Nahwärmeerzeugung am 15. Juni 2012. Ein erster Rückschlag folgte im Dezember 2012, als plötzlich mit Aufsichtsratsmitglied Jürgen Wetterich einer der Motoren des Projektes verstarb.

„Mit dem Baubeginn unserer Heizzentrale haben wir den größten Brocken bewältigt und schauen hoffnungsvoll in die Zukunft", meinte Bürgermeister Gärtner. „Alle sehnen sich danach, dass die Nahwärme endlich in unseren Häusern ankommt." Besonders dankte er dem Vorstandsvorsitzenden Karsten Heeschen, Vorstandsmitglied Klaus Schreier, dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Gössl und Prokurist Steffen Wetterich für deren unermüdlichen Einsatz.


In Gössenheim hat sich die Dorfgemeinschaft entschlossen, die Zukunft selber in die Hand zu nehmen und die Energiewende einzuleiten"
Vorstandsvorsitzender Karsten Heeschen


Für Heeschen liegt der Erfolg an der großen Zustimmung in der Bevölkerung. „In Gössenheim hat sich die Dorfgemeinschaft entschlossen, die Zukunft selber in die Hand zu nehmen und die Energiewende vor Ort einzuleiten." 207 Mitglieder hat die Genossenschaft. Die Versorgung mit Nahwärme soll aber nur ein erster Schritt sein. „Wir machen mit Wärme den Anfang, aber ich bin sicher, dass diese Genossenschaft die Zukunft im Ort in vielerlei Hinsicht beeinflussen wird. Sei es als Stromlieferant, Anbieter von Terra Preta (Schwarzer Erde), Betreiber eines Fuhrparks von Elektroautos für Mitglieder und vieles mehr."

Mit der Umsetzung des Projekts Energieversorgung in Gössenheim kommt auch der Landkreis seinem Ziel, sich bis zum Jahr 2035 autark mit Energie zu versorgen, einen großen Schritt voran, betonte Landrat Schiebel. „Sie leisten einen großen Beitrag für die Umwelt und die Dorfgemeinschaft." Er lobte das ehrenamtliche Engagement und den starken Rückhalt in der Bevölkerung.

„Sie verwirklichen mit der Energiewende vor Ort das, womit die große Politik ihre Schwierigkeiten hat, weil eben die Gemeinschaft fehlt", meinte Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann. Lieber wird über den Verlauf von Stromtrassen und andere Projekten gestritten, als einvernehmlich nach Lösungen zu suchen. Auch Landtagsabgeordneter Thorsten Schwab pries die Gemeinschaft und gute Zusammenarbeit von Genossenschaft, Gemeinde, den Planern und dem Landratsamt als genehmigende Behörde.

Pfarrer Norbert Thoma, der die Baustelle für die künftige Heizzentrale segnete, bezeichnete die gesamte Maßnahme als „ökologisch sinnvolles, intelligentes und zukunftsweisendes Projekt". Mundartdichter Robert Ammersbach betrachtete die Maßnahme und auch den Werdegang der Genossenschaft der „Gössemer Nah-Würmer" in Versform und nannte sein amüsantes Gedicht ein „schönes Gschmarr". Der Musikverein Gössenheim untermalte die Spatenstichfeier musikalisch.

Text: Herbert Hausmann (Mainpost)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Fotos : Webmaster

 
 
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